Fundsachen
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Von Lauffen nach Frankfurt

Das wichtigste Ereignis der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main im Jahre 1891 war die Übertragung elektrischer Energie (Drehstrom) vom Lauffen am Neckar nach Frankfurt.

Pläne von AEG und Maschinenfabrik Oerlikon sahen vor, eine 300-PS-Turbine des Lauffener Wasserkraftwerks mit einem Drehstromgenerator von 210 kVA Leistung als Energiequelle zu benützen. In Lauffen wurde die Maschinenspannung von 50 bis 60 V bei 40 Hz durch Öltransformatoren auf 15.000 V heraufgesetzt.

Die 4 mm starke Kupferdraht-Freileitung lief auf etwa 3200 Holzmasten mit ca. 9000 Isolatoren 175 km an der Bahnlinie entlang. In Frankfurt wurde die Spannung auf 65 Volt zum Betrieb von Glühlampen und Motoren herabgespannt.

Am 24. August wurde die Leitung versuchsweise unter Spannung gesetzt. Einen Tag später brannten in Frankfurt die ersten Glühlampen.

Damit begann der weltweite Siegeszug der Drehstromtechnik.

Bild 1: Ein Original-Isolator aus der ersten Drehstromübertragung von Lauffen nach Frankfurt bei uns im Museum. Niemann 2019.

Bild 2: Das Plakat der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung. Lithografie von J.C. Metz nach einem Entwurf von Frank Kirchbach.

 

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