Fundsachen
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Technik die begeistert

Was ist von der Weltausstellung im Jahr 2000 in Hannover geblieben? Ein gutes Gefühl, schöne Eindrücke, die nicht so schnell vergessen werden, und sonst? Entgegen anderen Planungen blieb von der Weltausstellung in Paris der Eiffelturm und in Brüssel das Atomium erhalten. Was wären diese Städte heute, wären diese Monumente abgerissen worden.

Weltausstellungen repräsentierten immer die eigene nationalen Überlegenheit und den festen Glauben an den industriellen Fortschritt. Im Jahr 1893 öffneten die Tore zur Weltausstellung in Chicago. Mit Wechselstrom der Firma Westinghouse ausgestattet, verbrauchte diese Ausstellungen schon damals mehr Strom als die gesamte Stadt von Chicago. Eine „weiße Stadt“, mit einer 514 Meter langen Industriehalle und dem modernen Riesenrad, repräsentierte die Zukunft zur Jahrtausendwende. Auf den beleuchteten Gewässern schipperten 50 Elektro-Boote, eine elektrisch beriebene Küche wurde mit Gold ausgezeichnet und die erste Geschirrspülmaschine vorgestellt. Die Firma Bell bot erstmalig Langstreckentelefonate an, und auf einem internationalen Elektrikerkongreß legten die Teilnehmer die Einheiten Joule (Arbeit) und Watt (Leistung) fest. Diese Weltausstellung in Chicago strotzte vom Glauben an die neuen Technologien. Ach wäre doch nur das alte Riesenrad stehen geblieben!

Bild 1:  Werbung für die Ausstellung mit Porträt von Christoph Kolumbus darstellend.
Bild 2: Blick auf das Ausstellungsgelände; links ein Scheinwerfer der Firma Schuckert.
Bild 3: Das Industriegebäude ist 514 m lang, 240 m breit und  bis zu 62 m hoch. Erstmals erhält die Elektrotechnik  eine eigene Ausstellungshalle.