Fundsachen
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Zeitsprung

Städte geraten aus den Fugen, denn sie wachsen überdurchschnittlich schnell. Die vielen freien Arbeitsplätze locken die Menschen aus dem Umland in die Stadt. 1912 überschritt die Stadt Hamburg die Millionen-Grenze. Der Hafen als Wachstumsmotor. Das Bild hat sich nicht geändert. Wie damals Jahren wächst die Stadt. Es fehlt an bezahlbaren Wohnungen und der geeigneten Infrastruktur, um die neuen Bewohner zu befördern. Die bereits 1866 eingeführte Hamburger Pferdebahn konnte die wachsenden Fahrgastströme kaum aufnehmen. Auch war sie für die meisten viel zu teuer und auch sehr langsam, so dass der Hamburger Senat den Bau einer elektrischen Hoch- und Untergrundbahnmit einer Länge von 27,85 Kilometern beschloss. Die Ringbahn kostete damals 41,5 Millionen Goldmark. Der erste Spatenstich zum Bau der Hamburger elektrischen Hoch- und Untergrundbahn wurde am 1. Juni 1906 in der Nähe des Uhlenhorster Kuhmühlenteich gemacht. Die U-Bahn  wurde 1912 in Betrieb genommen und ist nach der  Berliner U-Bahn die zweitälteste U-Bahn Deutschlands. Wie die Geschichte sich wiederholt. Wieder wächst die Stadt, wieder muss über neue Transportformen nachgedacht werden und wieder wird ein neuer Abschnitt eröffnet. Der U-Bahnhof Elbbrücken wurde jüngst eröffnet Die Haltestelle inklusive der 1,3 Kilometer langen neuen Strecke 145 Millionen Euro gekostet.  Für Hamburger Verhältnisse ungewöhnlich preiswert: Ursprünglich waren für das Projekt 178 Millionen Euro veranschlagt worden! Da soll doch mal jemand behaupten, dass wir Hamburger nicht mit Geld umgehen könnten!

Bild 1: Nächster Halt: Elbbrücken! Eröffnung der neuen Haltestelle der U4 Elbbrücken. Bild : Nieman 2018
Bild 2: Die erste U-Bahn fuhr 1912 ab Rathaus. Bei der Darstellung handelt es sich um einen Ausschnitt aus einer Postkarte. Das Motiv zeigt eigentlich eine Berliner U-Bahn, die nachträglich retuschiert wurde. Bild: Verlag Arthur Friedrich um 1912

 

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