Fundsachen
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Klangobjekte

Peter Vogel – electric Art

Ist das Kunst? Was soll das? Und dafür wird Geld ausgegeben! Kopf schüttelnd, verständnislos steht der Betrachter vor einem Exponat, mit dem er offenkundig wenig anfangen kann. Fremd und verstörend, dem eigenen Intellekt verschlossen bleibend, verdient das abgestrafte Objekt keine Würdigung mehr.

Wären da nicht Dioden, Photozellen und Lautsprecher, die das Werk von Peter Vogel so unwiderstehlich machen. Seine Objekte fordern den Betrachter zum Spielen heraus. Diese minimalistischen Klangobjekte und Lichtreliefs wollen kommunizieren, sie wecken die Experimentierfreude und zwingen zum Stehenbleiben. Nur das eigene Handeln erweckt diese Kunstwerke zum Leben.

Zwei Objekte des im Jahr 2017 verstorbenen Künstlers stehen bei uns im electrum. Sie sind Wunder der Physik: Elektrik, Schall und Licht in einem Werk, dazu die verlockende Aufforderung mit einer Maschine zu kommunizieren: Was für uns heute selbstverständlich ist, hat Peter Vogel schon sehr früh mit der Schaffung seiner Objekte erkannt und in ganz eigenwilligen Kunstwerken gebündelt.

Bild 1: Peter Vogel (1937-2017) war ein deutscher Gestalter von interaktiver elektronischer Kunst der Moderne.

Bild 2: Die aus elektronischen Bauteilen bestehende Skulpturen reagieren auf Bewegungen des Betrachters. Tanzende Lichtpunkte  (1994) und Verzögerte Tonfolge (1994). Foto: Niemann 2018.

Bild 3:  electric-Art Broschüre von 1994.