im electrum
Das electrum ist Hamburgs Museum der Elektrizität und Technik. Ohne Strom geht’s nicht – seit 130 Jahren begleitet uns die Elektrizität durch unseren Alltag. Rund eintausend technische Geräte aus allen Epochen finden Sie im electrum, Hamburgs Museum der Elektrizität im Harburger Binnenhafen. Sie müssen kein Technik-Fan sein, um in der einzigartigen Sammlung des electrum interessante und kuriose elektrische Geräte von einst zu entdecken. Garantiert werden Sie altvertraute, einst alltägliche und längst vergessene Artikel finden. So können Sie Omas Radio, einen bonbonfarbenen Haartrockner, eine Schwarzweiß- Fernsehtruhe oder einen Klappentoaster und vieles mehr bewundern. Darüber hinaus gibt es vom Siemens-Dynamo bis zur »schwebenden Bratpfanne« viel Erstaunliches und Unbekanntes aus der Welt der Elektrizität zu entdecken.
Unsere Öffnungszeiten
Öffnungszeiten: An Sonntagen von 10 Uhr bis 17 Uhr. An Feiertagen bleibt das Museum geschlossen.
Absprachen: Tel: 040 / 3250 7353 immer donnerstags von 10 Uhr bis 15 Uhr oder: info(at)electrum-hamburg.de
Adresse: Harburger Schloßstraße 1 21079 Hamburg
Eintrittspreise
Erwachsene: € 4,- Kinder haben freien Eintritt
Führungen
Wir bieten jeden Sonntag um 14 Uhr eine Kurzführung an. Die Kosten sind im Museumeintritt inbegriffen.
Auch außerhalb der Öffnungszeit können Führungen telefonisch oder per E-Mail, gebucht werden. Die Führung kostet € 60,- zuzüglich den Eintrittspreis. Die Führung dauert 1 bis 2 Stunden.
Wann und wo?
Geschichte im Überblick
Altertum
Im Altertum war lediglich bekannt, dass Bernstein durch Reibung Teilchen anzieht und abstößt. Bernstein heißt auf griechisch "elektron". Hieraus ist der Name "Elektrizität" entstanden.
600 v. Chr.Drehbare Schwefelkugel
Der Bürgermeister von Magdeburg, Otto von Guericke, baut die erste Elektrisiermaschine. Sie bestand aus einer drehbaren Schwefelkugel, die durch Reibung mit der trockenen Hand elektrisch aufgeladen wurde.
1663Erster Blitzableiter in Deutschland
Der erste Blitzableiter wird in Deutschland an der Hauptkirche St. Jacobi installiert. Für gläubige Hamburger ist das ein Sakrileg. Bereits 17 Jahre zuvor hatte Benjamin Franklin bewiesen, dass Metall leitet, als er einen Drachen in ein Gewitter aufsteigen ließ.
1769Öffentliche Beleuchtung
In Hamburg gibt es 1.473 öffentliche Straßenlaternen (Öllampen). Dazu kommen von viele Laternen an Privathäusern.
1800Das dynamoelektrische Prinzip
Werner Siemens entwickelt das dynamoelektrische Prinzip und wandelt mit seiner Dynamomaschine mechanische in elektrische Energie um. Von nun an ist man in der Lage. Elektromotoren und Generatoren aller Größe und Stärken zu bauen und zu betreiben.
1866Strom in Hamburg
Die Anfänge der Stromnutzung in Hamburg werden gesetzt: Die Norddeutsche Affinerie AG setzt mit der ersten dynamo-elektrischen Maschine Gleichstrom zur Metallgewinnung ein.
1873Achtung Aufnahme
Erste veröffentlichte Zeichnung des Phonographen. Der Kostenpunkt seiner Erfindung war gering. 18 Dollar hatte Edison für Walze, Membran und Nadel bezahlt.
1877Elektrisches Licht für den Hamburger Hafen
Die erste Kaianlage erhält elektrische Bogenlampen. Mit dem Kunstlicht kann der Hamburger Hafen seine Position als umschlagsschnellster Hafen Europas festigen, denn die Schiffe können jetzt rund um die Uhr gelöscht werden.
1879Licht als Attraktion
Der Gartenbauverein für Hamburg, Altona und Umgebung überrascht bei seiner jährlichen Frühjahrsausstellung die 40.000 Besucher mit 18 elektrischen Lichtbogenlampen.
1880Elektrisches Licht für die Bevölkerung
Am 8. Dezember werden am Rathausmarkt 75 Gaslaternen durch 16 Lichtbogenlampen ersetzt. Hamburg ist nach Nürnberg und Berlin die dritte deutsche Stadt mit elektrischer Straßenbeleuchtung.
1882Hamburgische Elektrizität
Eine neue Glühlichtanlage bringt Helligkeit in den Börsenkeller. Damit ist das Weinrestaurant in der Hansestadt der erste private Kunde, der an einen Stromzähler der neugegründeten Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) angeschlossen wird. Das Kellergewölbe gibt es heute noch und der Stromzähler hängt bei uns im electrum-Museum.
1894Die Firma Fein produziert die erste elektrische Handbohrmaschine der Welt
Eine enorme Arbeitserleichterung brachte die erste elektrische Handbohrmaschine in Arbeitsbereiche, in denen vor Ort und von Hand gebohrt werden musste. Hier ließen sich derartige Maschinen nun einsetzen und lösten das langwierige und mühvolle Bohren mit reiner Muskelkraft ab.
1895Zweites Kraftwerk
Die Nachfrage nach Strom steigt, ein zweites Kraftwerk nimmt den Betrieb auf: Karoline in der Karolinenstraße.
1896Dauerhafte Haarwellen
Der süddeutsche Karl Ludwig Nessler entwickelt einen Dauerwellenapparat. 1906 stellte er diesen der Öffentlichkeit vor. In der „Deutschen Allgemeinen Friseur-Zeitung“ vom 1. Januar 1909 empfahl Charles Nestlé, wie er sich mittler nannte, dieses Verfahren auch seinen Friseur-Kollegen. Doch viele blieben skeptisch.
1906Ein Kraftwerk für einen Aufzug
Einzig für den Tunnelaufzug wird das Elbtunnel Kraftwerk errichtet.
1911Großkraftwerk für Strom
Die Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) nehmen in Tiefstack ihr erstes Großkraftwerk in Betrieb. Seine vier Schornsteine werden für Jahrzehnte das Wahrzeichen des Unternehmens.
1917Die NORAG
Mit einem Schlag gegen ein Weinglas des Programmdirektors Hans Bodenstedt nimmt die NORAG (Nordische Rundfunk Aktien Gesellschaft) in Hamburg den Sendebetrieb des Unterhaltungsrundfunks auf.
1924Elektrizität im Haushalt
Das elektrische Bügeleisen wird in Hamburg zum Verkauf angeboten. Das Objekt der Begierde jeder Hausfrau steht in diesem Schaufenster in der Mönckebergstraße.
1931Der erste Elektrorasierer
Im März kommt der erste Elektrorasierer auf den Markt. Jacob Schick gelang die Herstellung eines ersten brauchbaren Trockenrasierers.
Er konstruierte einen Scherkopf, der von einem separaten Motor über eine biegsame Welle angetrieben wurde. Nur interessierte sich leider keiner für sein Patent.
1931Ausbildung
Erstmals bildet die HEW gewerbliche Lehrlinge aus – ab 1946 in einer eigenen Lehrwerkstatt.
1942Erster Werbespot der ARD
Erstmals zeigte die ARD einen 55 Sekunden langen Werbespot für das Waschmittel Persil von Henkel – gespielt von den bekannten Schauspielern Beppo Brehm und Liesel Karstadt.
1956Müde bin ich geh zur Ruh
Am 22. November 1959 hatte „Unser Sandmännchen“ seinen ersten Auftritt auf ostdeutschen Bildschirmen. Die Fernsehansagerin Käthe Zille hatte die Premiere am Vorabend angekündigt: „Um 18.55 Uhr kommt unser Sandmännchen und wird den kleinen Zuschauern Gute Nacht sagen.“
1959Kassettenrekorder, was ist das denn?
Auf der IFA präsentiert Philips eine Sensation: Die Compact Cassette und den ersten Kassettenrecorder EL 3300.
1963Kernkraftwerke für den Norden
Die HEW steigt mit Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Stade nach politischen Vorgaben in die Kernenergie ein. Weitere folgen: 1976 das Kernkraftwerk Brunsbüttel, 1984 Krümmel und 1986 Brokdorf.
1972Das electrum eröffnet neu
Das electrum wird im Gebiet des Harburger Binnenhafen neu eröffnet. Auf ca. 500 qm Fläche werden 1.000 Exponate gezeigt. Über 10.000 weitere Exponate befinden sich im Museumsdepot.
201110 Jahre electrum in Harburg
2021
Treten auch Sie dem Verein bei
Das Museum wird von dem Förderverein „electrum – Das Museum der Elektrizität e.V.“ geführt und unterstützt. Der Verein hat etwa 100 fördernde Mitglieder. Wir sind auf Sie als passive und aktive Förderer angewiesen. Der Jahresbeitrag beträgt mindestens 30.- Euro im Jahr. Als Mitglied haben sie freien Eintritt in das Museum und werden zur Jahreshauptversammlung eingeladen, um über die Geschicke des Museums mit zu bestimmen.
Unser Sponsor
Mit freundlicher Unterstützung von
Hamburger Energienetze www.hamburger-energienetze.de
