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Elektrizität als Spektakel

Eine Anzeige aus dem Altonaischen Mercurius zeigt, wie elektrische Experimente im 18. Jahrhundert zwischen Wissenschaft, Vorführung und Unterhaltung präsentiert wurden.

Elektrizität war in der Mitte des 18. Jahrhunderts nicht nur Gegenstand wissenschaftlicher Forschung, sondern auch öffentliches Spektakel. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür liefert eine Anzeige aus dem „Altonaischen Mercurius“ vom 19. Dezember 1755.

Wie in „Altonaischer Mercurius 1755“ zu lesen ist, kündigt der aus der Schweiz stammende Claudius BOITOUR in Hamburg Vorführungen mit tragbaren Elektrisiermaschinen an. Die beschriebenen Experimente reichen von elektrischen Erschütterungen für mehrere Personen bis zu Funken, Entladungen sowie Blitz- und Donner-Effekten.

Die Anzeige macht deutlich, wie Elektrizität damals wahrgenommen wurde: als faszinierendes Phänomen zwischen Wissenschaft, Unterhaltung und technischer Demonstration.

Besonders interessant ist der Verweis auf den Göttinger Gelehrten Samuel Christian Hollmann (1696–1787). Auf ihn beruft sich BOITOUR ausdrücklich, um die Qualität und Wirksamkeit seiner Geräte zu unterstreichen.

Als Ort seines Logis nennt BOITOUR den großen Neu-Markt vor der Hauptwache in Hamburg. Damit lässt sich die Ankündigung auch stadthistorisch einordnen.